Die Mauer ist weg! – Filou auch.
Wer ist denn nun Filou? Diese Frage könnten Ihnen unsere Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen sicher noch beantworten. Denn am Freitag, den 13.03.2026, fand für sie ein Zeitzeugengespräch kombiniert mit einer Autorenlesung statt, bei der Juliane Breinl über ihre Erfahrungen berichtete und aus ihrem Werk „Mein Mauerfall“ las.
Frau Breinl wurde selbst noch in der ehemaligen DDR geboren und hatte als Dreizehnjährige 1984 das große Glück, dass der Ausreiseantrag ihrer Familie bewilligt wurde. Die Ankunft in der BRD vergleicht sie bis heute mit einer Landung auf dem Mond. „Als zweitklassiger Fetzer unter Marsriegeln gelandet zu sein“, so beschreibt sie in ihrem Romanprojekt, für das sie ein Stipendium vom Deutschen Literaturfonds erhalten hat, ihr damaliges Selbstbild.
Das Ergebnis dieses Projekts, „Mein Mauerfall. Von der Teilung Deutschlands bis heute.“, ist eine Sammlung an Fotos, Zeitungsausschnitten, sowie anderen Zeitzeugenberichten, neben Frau Breinls eigenen Erfahrungen. Anschaulich und einfach verständlich erzählt es, warum Deutschland geteilt wurde, wie die Menschen beiderseits der Mauer diese Zeit erlebt haben und wie wir schlussendlich wieder ein Deutschland wurden. Ein Buch voller persönlicher Geschichten – zwei davon sind unseren Schülerinnen und Schülern besonders im Kopf geblieben:
Einerseits die erfolgreiche Flucht ihres Onkels Christians, der 1961 „rübermachte“ –und das im Anzug! Andererseits dann eben Filou, der Pflegehund Juliane Breinls, der 1984 in der DDR zurückblieb und den sie nie wiedersah. Diese und andere Geschichten finden sich in „Mein Mauerfall“, wovon ein Exemplar auch Einzug in unserer Schulbibliothek gefunden hat.
An dieser Stelle noch einmal ein herzlicher Dank an Frau Breinl für das anschauliche Zeitzeugengespräch und die spannende Lesung!
Marco Zellner

